Kreidler Winterlagerung: so übersteht sie die Saison
Veröffentlicht am 7. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Die meisten Schäden an einem klassischen Moped entstehen nicht beim Fahren, sondern beim Stehen. Eine halbe Stunde Arbeit im November erspart Ihnen im März einen Nachmittag Schrauberei.
Der größte Feind ist Feuchtigkeit
Eine kalte, feuchte Scheune mit einer Plane darüber ist das Schlechteste, was Sie tun können. Unter der Plane kondensiert Feuchtigkeit, die nicht mehr heraus kann, und die frisst an Chrom, Lack und Zylinder.
Besser: ein trockener Raum, und wenn eine Hülle sein muss, dann eine atmungsaktive — keine Plastikplane.
Kraftstoff: voll oder leer
Darüber wird gestritten. In der Praxis gilt:
- Tank voll mit frischem Benzin und einem Stabilisator. Ein voller Tank enthält wenig Luft und damit wenig Kondenswasser. Die beste Option, wenn Sie einen guten, rostfreien Tank haben.
- Vergaser leer. Benzinhahn schließen und den Motor leerlaufen lassen, bis er ausgeht. So steht kein Benzin in der Schwimmerkammer, das verharzen kann. Das ist die wichtigste Maßnahme überhaupt.
Den Motor konservieren
Zündkerze heraus, einen Schuss Zweitaktöl in den Zylinder geben und den Motor ein paar Mal durchtreten, damit sich das Öl verteilt. Kerze wieder hinein. So steht die Zylinderwand nicht trocken.
Reifen und Federung
Stellen Sie die Maschine auf den Ständer, damit die Reifen kein Gewicht tragen. Steht sie auf den Reifen, pumpen Sie etwas höher auf als normal, um Standplatten zu vermeiden.
Batterie
Haben Sie eine Batterie, nehmen Sie sie heraus und lagern Sie sie trocken über null Grad. Laden Sie alle zwei Monate nach. Eine Batterie, die den Winter leer verbringt, ist im Frühjahr tot.
Schützen
Eine dünne Schicht Wachs oder Konservierungsöl auf Chrom und blankem Metall. Vergessen Sie die Unterseite nicht: Schutzbleche und Ständer rosten von unten.
Fahren Sie auch im Winter? Dann spülen Sie das Streusalz nach jeder Fahrt ab und trocknen Sie die Maschine. Salz ist der schnellste Weg, Chrom zu verlieren.
Das Frühjahr
Bevor Sie im März losfahren: Reifendruck, Bremsen, Züge und Schrauben prüfen. Und schauen Sie nach, ob keine Mäuse im Luftfilter gewohnt haben — das klingt nach Scherz, kommt aber häufiger vor als gedacht.
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